Altersvorsorge: erst Orientierung, dann Entscheidungen
Riester, Rürup, bAV, ETF, Immobilie – die Auswahl ist nicht dein Problem. Die Einordnung ist es. Ich sortiere mit dir die Möglichkeiten, bevor wir über ein einziges Produkt sprechen.
Die gesetzliche Rente ist ein Fundament – kein Haus
Für die meisten Angestellten liegt die spätere gesetzliche Rente deutlich unter dem letzten Netto. Selbstständige sind oft gar nicht pflichtversichert. Wie groß deine persönliche Lücke ist, steht nicht in einer Statistik, sondern in deiner Renteninformation – dort fängt jede seriöse Beratung an.
Achtung, häufiges Missverständnis: Das sind nicht 48 % deines Gehalts. Der Wert beschreibt eine Modellrente nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen – vor Steuern und Sozialabgaben. Deine echte Quote kann darüber oder deutlich darunter liegen.
Rentenpaket 2025, in Kraft seit 01.01.2026. Deutsche Rentenversicherung
Zahlbetrag im Rentenzugang 2024, über alle Versicherten hinweg: Männer 1.340 €, Frauen 981 €. Das ist der Betrag nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, aber vor Steuern.
Deutsche Rentenversicherung, „Berechnungswerte und Finanzdaten“, Stand 22.12.2025.
Studium, Elternzeit, Teilzeit, Selbstständigkeit oder ein späterer Berufseinstieg verkürzen diese Zeit. Genau deshalb sagt der Durchschnitt wenig über dich aus – deine Renteninformation dagegen sehr viel.
Definition der Standardrente, Deutsche Rentenversicherung.
Gesetzliche Rente & Basisrente
Lebenslange Rente mit Steuervorteilen in der Sparphase. Unflexibel, aber als Fundament planbar – für Selbstständige oft der steuerlich wichtigste Baustein.
Betriebliche Vorsorge & Altersvorsorgedepot
Beiträge aus dem Bruttogehalt plus Zuschuss vom Arbeitgeber. Ob sich das für dich rechnet, hängt an Zuschusshöhe, Tarifqualität und deiner Steuersituation – nachrechnen statt pauschal abschließen.
Ab 2027 kommt das staatlich geförderte Altersvorsorgedepot dazu: Zulagen auf deine eigenen Beiträge, angelegt in ETFs – ausführlich auf der Seite Altersvorsorgedepot.
ETF-Depot & private Rente
Der flexible Teil: kapitalmarktbasiert, kostenbewusst, anpassbar an dein Leben. Für viele der wichtigste Hebel gegen die Rentenlücke – ausführlich auf der Seite ETF-Rente.
Die Reihenfolge ist wichtiger als das Produkt
Ob ein Produkt gut ist, lässt sich erst beurteilen, wenn die Strategie steht. Deshalb arbeite ich in dieser Reihenfolge – und erst ganz am Ende geht es um konkrete Tarife.
Zieleinkommen im Alter bestimmen
Was soll dir monatlich zur Verfügung stehen – in heutiger Kaufkraft, realistisch statt Wunschdenken.
Bestehende Ansprüche erfassen
Renteninformation, alte Verträge, bAV-Zusagen, Depots. Vieles ist besser oder schlechter als gedacht – beides muss auf den Tisch.
Lücke und Sparbedarf berechnen
Aus Ziel und Bestand ergibt sich deine monatliche Sparrate – mit offen dokumentierten Annahmen, nachvollziehbar für dich.
Bausteine kombinieren
Steuerliche Förderung nutzen, wo sie wirkt. Flexibilität behalten, wo das Leben sie braucht. Dann erst: Produktauswahl per Marktvergleich.
Wo die meisten stehen, wenn sie zu mir kommen
Anfang 30, erste Struktur
Gutes Einkommen, ein paar Verträge aus Studienzeiten, keine Strategie. Hier zählt: früh die richtigen Weichen stellen, Kosten niedrig halten, die Sparrate automatisieren.
Um die 40, Bestand sortieren
Mehrere Verträge, wenig Überblick, das Gefühl „da läuft irgendwas falsch“. Eine Bestandsaufnahme zeigt, was bleibt, was optimiert wird und was fehlt.
Selbstständig, alles selbst regeln
Keine gesetzliche Pflichtvorsorge, dafür volle Flexibilität – und volle Verantwortung. Basisrente, ETF-Strategie und Absicherung greifen hier ineinander.
Finden wir heraus, wo du stehst
Bring deine Renteninformation mit – nach dem Erstgespräch kennst du deine Lücke und die sinnvollen nächsten Schritte.