Schwerpunkt · Berufsunfähigkeit

Berufsunfähigkeits­versicherung: der Vertrag, bei dem die Details zählen

Deine Arbeitskraft finanziert alles andere – Miete, Familie, Altersvorsorge. Die BU sichert genau das ab. Ob sie im Ernstfall wirklich zahlt, entscheidet sich in Sätzen, die kaum jemand liest. Genau die lese ich für dich.

Dein größter Vermögenswert steht nicht auf dem Kontoauszug

Rechne kurz mit: Wenn du mit 30 rund 3.000 € netto verdienst und bis 67 arbeitest, kommen – ganz ohne jede Gehaltssteigerung – über 1,3 Millionen Euro zusammen. Dein Auto versicherst du. Dein Haus versicherst du. Die Quelle, aus der beides bezahlt wird, oft nicht.

Fällt diese Quelle aus, springt die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ein – aber nur teilweise, und nur unter strengen Voraussetzungen. Die volle Erwerbsminderungsrente setzt voraus, dass du praktisch keiner Tätigkeit mehr nachgehen kannst. Nicht: dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.

Eine private BU-Rente setzt früher an: Sie zahlt, wenn du deinen zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kannst. Kein Drama-Marketing – einfach Mathematik und Vertragsrecht.

Was der Staat leistet

Die Lücke in Euro

Beide Werte pro Monat. Oben das Beispiel-Netto aus dem Text nebenan, unten der amtliche Durchschnitt.

Beispiel: dein Netto heute3.000 €
⌀ neue Erwerbsminderungsrente1.041 €

1.041 € ist der Durchschnitt aller im Jahr 2024 neu bewilligten Erwerbsminderungsrenten – und zwar für Menschen, die kaum noch irgendeine Tätigkeit ausüben können. Wer nur seinen erlernten Beruf nicht mehr schafft, bekommt daraus oft gar nichts. 2024 gingen 171.732 Menschen neu in eine solche Rente.

Beispiel-Netto frei gewählt, keine Statistik. Rentenwert: Deutsche Rentenversicherung, „Berechnungswerte und Finanzdaten“, Stand 22.12.2025 – Rentenzugang 2024, durchschnittlicher Zahlbetrag. Zur Erwerbsminderungsrente

Dein Auto ist versichert. Dein Haus ist versichert. Die Quelle, aus der beides bezahlt wird, oft nicht. Worum es bei der BU eigentlich geht

Was eine BU eigentlich absichert

Der Begriff klingt sperriger, als er ist. Im Kern ist es einfach: Du versicherst ein monatliches Einkommen für den Fall, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst.

Der Auslöser

Dein Beruf, nicht irgendeiner

Versichert ist der Beruf, den du zuletzt konkret ausgeübt hast – so wie er ohne Krankheit ausgesehen hätte. Kannst du ihn zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben und dauert das voraussichtlich mindestens sechs Monate, greift der Vertrag.

Die Leistung

Eine monatliche Rente

Du bekommst keine einmalige Summe, sondern eine vereinbarte Rente – Monat für Monat, bis zum vertraglich festgelegten Endalter oder bis du wieder arbeiten kannst. Damit zahlst du Miete, Einkäufe und laufende Verträge weiter.

Die häufigsten Ursachen

Meist keine Unfälle

Die meisten denken an einen Sturz vom Gerüst. Tatsächlich entstehen weniger als zehn Prozent der Fälle durch Unfälle – der Rest durch Krankheit. Deshalb ist die BU auch für Bürojobs relevant.

Woran Menschen tatsächlich berufsunfähig werden

Das Analysehaus Morgen & Morgen wertet regelmäßig aus, welche Ursachen hinter den Leistungsfällen der Versicherer stehen. Das Ergebnis überrascht die meisten: Der klassische Unfall ist die seltenste Ursache.

Ursachen für Berufsunfähigkeit · Bezugsjahr 2025
  • Psychische und Nervenkrankheiten39 %
  • Skelett- und Bewegungsapparat18 %
  • Krebs und bösartige Geschwülste16 %
  • Sonstige Krankheiten14 %
  • Unfälle7 %
  • Herz- und Gefäßerkrankungen6 %

Quelle: Morgen & Morgen, Auswertung der Leistungsfälle, Bezugsjahr 2025 (Stand 04/2026). Werte gerundet; psychische Erkrankungen allein 32,3 %, sonstige Nervenkrankheiten 7,0 %.

Was das für dich heißt

Erstens: Ein Bürojob schützt dich nicht. Psychische Erkrankungen und Rückenleiden treffen alle Berufsgruppen – nur die Wahrscheinlichkeit verschiebt sich.

Zweitens: Weil Vorerkrankungen genau in diesen Bereichen häufig sind, entscheidet der Zeitpunkt. Je früher und je gesünder du abschließt, desto mehr Auswahl hast du – und desto günstiger bleibt der Beitrag für die gesamte Laufzeit.

Vier Stellschrauben entscheiden über die Qualität

Diese vier Punkte schaue ich mir in jedem Tarif an. Sie kosten dich im Zweifel weniger Nerven als jeder eingesparte Euro Monatsbeitrag.

01 — Bedingungen

Verzicht auf abstrakte Verweisung

Gute Tarife verweisen dich im Leistungsfall nicht auf irgendeinen anderen Beruf, den du theoretisch noch ausüben könntest. Dieser eine Punkt im Bedingungswerk entscheidet darüber, ob du deine Rente bekommst oder eine Absage. Weitere wichtige Punkte: die Prognosedauer und die rückwirkende Leistung.

02 — Rentenhöhe

Realistisch statt symbolisch

Deine BU-Rente muss deine Lebenshaltung tragen und idealerweise auch die Altersvorsorge weiterlaufen lassen. Als Faustgröße gelten 70 bis 80 Prozent deines Nettoeinkommens. 1.000 € „damit man was hat“ reichen im Ernstfall meist hinten und vorne nicht.

03 — Flexibilität

Nachversicherungsgarantien

Gehaltssprung, Hauskauf, Kind: Gute Verträge lassen sich zu bestimmten Anlässen ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen. Mit 25 klingt das nach einer Fußnote – mit 35 ist es oft der wertvollste Baustein deines Vertrags.

04 — Laufzeit

Bis zum tatsächlichen Rentenbeginn

Ein Vertrag, der mit 60 endet, lässt dich genau in den Jahren allein, in denen das Risiko am höchsten ist. Sinnvoll ist eine Laufzeit bis zum regulären Renteneintritt – auch wenn das den Beitrag spürbar erhöht.

Warum der günstigste Beitrag selten der beste Vertrag ist

Bei einer Hausratversicherung kannst du getrost auf den Preis schauen – im Schadensfall geht es um überschaubare Summen und klare Sachverhalte. Bei der BU geht es um mehrere hunderttausend Euro über die Laufzeit und um medizinische Beurteilungen, die selten eindeutig sind.

Der Beitrag ist trotzdem wichtig – ein Vertrag, den du dir nicht dauerhaft leisten kannst, nützt dir nichts. Aber er ist das letzte Kriterium, nicht das erste.

  • Zwei Preise, die man vergleichen sollte: Der Zahlbeitrag ist das, was du heute überweist. Der Bruttobeitrag ist das, was der Versicherer verlangen dürfte. Ein sehr niedriger Zahlbeitrag bei hohem Bruttobeitrag kann sich später deutlich verteuern.
  • Der Beruf entscheidet mit: Wie ein Versicherer deinen Beruf einstuft, macht oft mehr Unterschied als der Tarif selbst. Eine saubere Berufsbeschreibung ist bares Geld wert.
  • Billig kann teuer werden: Eingespart wird meistens an den Bedingungen – und die merkst du erst, wenn du sie brauchst.
  • Beitragsdynamik: Eine jährliche Erhöhung schützt deine Rente vor Inflation. Sie muss aber zu deinem Budget passen und lässt sich auch aussetzen.

Was ich bei Tarifauswahl und Antrag konkret für dich tue

Bei kaum einem anderen Vertrag macht die Vorbereitung so viel Unterschied wie hier. Nicht weil das Formular kompliziert wäre – sondern weil ein Fehler darin dich Jahre später den Versicherungsschutz kosten kann.

Vor dem Antrag

Anonyme Risikovoranfrage

Hast du Vorerkrankungen, frage ich zuerst anonym bei mehreren Versicherern an – ohne deinen Namen, ohne dass irgendwo ein abgelehnter Antrag registriert wird. Erst wenn wir wissen, wer dich zu welchen Konditionen annimmt, stellen wir einen echten Antrag. Ein abgelehnter Antrag kann dir sonst bei allen anderen Versicherern im Weg stehen.

Beim Antrag

Gesundheitsfragen sauber beantworten

Die meisten Streitfälle entstehen nicht bei der Diagnose, sondern beim Antrag: vergessene Arztbesuche, ungenaue Angaben, missverstandene Fragen. Wir gehen deine Krankengeschichte gemeinsam strukturiert durch – lieber eine Stunde mehr investieren als später die Leistung riskieren.

Bei der Auswahl

Berufsbild und Bedingungen

Ich beschreibe deine Tätigkeit so, wie die Versicherer sie einstufen – das entscheidet über deine Berufsgruppe und damit über den Beitrag. Und ich vergleiche die Bedingungen dort, wo sie wirklich abweichen, statt Tarifnoten aus einer Tabelle abzuschreiben.

Danach

Im Leistungsfall an deiner Seite

Wenn es ernst wird, willst du keine Servicenummer wählen. Dann meldest du dich bei mir: Ich weiß, was in deinem Vertrag steht, unterstütze bei der Leistungsanzeige und den notwendigen Nachweisen – und bin dein Ansprechpartner gegenüber dem Versicherer.

So läuft die BU-Beratung ab

Von der ersten Nachricht bis zum fertigen Vertrag vergehen meist einige Wochen – vor allem, wenn wir vorher anonym anfragen. Diese Zeit ist gut investiert.

01

Bedarf ermitteln

Einkommen, Fixkosten, bestehende Absicherung, Renteninformation – daraus ergeben sich die nötige Rentenhöhe und die Laufzeit.

02

Gesundheitshistorie strukturieren

Wir erfassen Arztbesuche und Diagnosen vollständig. Bei relevanten Vorerkrankungen stelle ich anonyme Voranfragen bei mehreren Versicherern.

03

Marktvergleich mit Begründung

Du bekommst eine nachvollziehbare Empfehlung: welcher Tarif, warum dieser, was er kostet – und was die Alternativen wären.

04

Antrag und Annahme

Ich begleite den Antrag, kläre Rückfragen des Versicherers und sage dir, was die Annahmeentscheidung konkret für dich bedeutet.

05

Dranbleiben

Nachversicherung bei Gehaltssprung oder Familienzuwachs, Anpassungen bei Berufswechsel – und Unterstützung, wenn du die Rente brauchst.

Kevin Niemann

„Ich arbeite bei der BU bewusst ohne Angstszenarien. Du brauchst keine Schockzahlen, sondern einen Vertrag, der im Ernstfall hält – und jemanden, der dann weiß, was drinsteht. Wenn du eine Vorerkrankung hast und denkst, es klappt sowieso nicht: Lass es uns anonym herausfinden, bevor du es abschreibst.“

— Kevin Niemann · Versicherungsmakler § 34d GewO

BU – kurz beantwortet

Was kostet eine gute BU?
Das hängt vor allem von Alter, Beruf, Gesundheitszustand, Rentenhöhe und Laufzeit ab. Ein Büroberuf mit Ende 20 zahlt deutlich weniger als ein Handwerksberuf mit Anfang 40. Eine pauschale Zahl wäre unseriös – konkrete Beiträge bekommst du aus dem Marktvergleich, und zwar für deine Daten.
Lohnt sich die BU auch für Studierende und Berufseinsteiger?
Gerade dann. Dein Gesundheitszustand ist meist gut und der Einstiegsbeitrag niedrig – beides sicherst du dir für die gesamte Laufzeit. Über Nachversicherungsgarantien wächst der Schutz später mit, ohne dass du dich neu gesund prüfen lassen musst.
Ich habe eine Vorerkrankung – hat das überhaupt Sinn?
Häufig ja. Über anonyme Risikovoranfragen prüfe ich, welcher Versicherer dich zu welchen Konditionen annimmt – normal, mit Zuschlag oder mit Ausschluss einer bestimmten Diagnose. Erst danach entscheidest du, ob ein Antrag gestellt wird. Nichts davon landet vorher in einer Datenbank.
Zahlen Versicherer im Ernstfall überhaupt?
Ja – wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und der Antrag sauber war. Die häufigsten Gründe für Ablehnungen sind verletzte Anzeigepflichten bei den Gesundheitsfragen und unzureichende medizinische Nachweise. Beides sind Punkte, die eine sorgfältige Beratung von Anfang an adressiert – deshalb lege ich so viel Wert auf den Antrag.
Reicht nicht eine Unfallversicherung?
Nein. Eine Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen – die Mehrzahl der Berufsunfähigkeitsfälle entsteht aber durch Krankheit. Sie kann eine sinnvolle Ergänzung sein oder ein Notbehelf, wenn eine BU gesundheitlich nicht möglich ist. Ein Ersatz ist sie nicht.
Ich habe schon eine BU. Soll ich sie prüfen lassen?
Ein Blick lohnt sich fast immer – vor allem auf Rentenhöhe, Endalter und die abstrakte Verweisung. Wichtig: Einen bestehenden Vertrag kündigen wir niemals, bevor der neue policiert ist. Und manchmal ist der alte Vertrag besser als alles, was es heute gibt. Dann sage ich das.

Schauen wir uns deine Absicherung an

Schreib mir kurz, wo du stehst. Im Erstgespräch bekommst du eine ehrliche Einschätzung: welche Rentenhöhe du brauchst, was realistisch machbar ist und wie wir bei Vorerkrankungen vorgehen.

  • Kostenfrei und unverbindlich
  • Ca. 15 Minuten, telefonisch oder per Video
  • Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags

Lieber direkt sprechen? 0174 6538777 oder per WhatsApp.

BU-Beratung anfragen

Vier Angaben genügen. Gesundheitsfragen besprechen wir niemals per Formular, sondern im persönlichen Gespräch.

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